ANDREAS KORIDASS



Als Besucher einer Kunstausstellung sieht man immer die fertige Skulptur. Wie aber werden aus dicken Baumstämmen ausdrucksstarke Arbeiten? Wie entstehen diese Werke?
Der Bildhauer Andreas Koridass ist fasziniert von Bäumen. Besonders von uralten Baumriesen, die vermodern, wenn sie gefallen sind und zu Biotopen für Insekten und Pilze werden, bis sie gänzlich wieder vergehen und so zur Grundlage für neues Wachstum werden.

Holz ist das Material, das der Künstler für seine Arbeiten bevorzugt, mit dem er meisterlich umzugehen versteht.

Das Holz der Eichen, Platanen, Zedern [etc.], das er nach Beschaffenheit und Volumen im Wald aussucht, aufgeplatzte Rinden, Astlöcher und Bruchverletzungen inspirieren ihn. Zeichnungen im Vorfeld klären den Arbeitsprozess, zeigen das spätere Aussehen. Diese begleiten aber auch den Arbeitsprozess. Holz und Zeichnung nähern sich zur fertigen Arbeit an.

Bei der Fotografie geht Koridass ähnlich vor. Er mustert seine Umwelt genau, sucht nach Motiven, ob mit dem Tele- oder dem Makro-Objektiv.

Natur im Besonderen, Architektur und Zufälliges, Fundstücke, aber auch Menschen entdeckt er für sich und bannt das Gesehene mit dem Werkzeug Kamera ins Bild, um Ihnen davon zu berichten. Verfremdungen sind meist schon vorhanden und werden nur selten am Computer eingearbeitet.

Studioaufnahmen, besonders von seinen Arbeiten und den Kunstwerken seiner  Kolleginnen und Kollegen sind in der Fotografie sein weiteres Faible. Positionieren, ausleuchten und das Werk so darstellen, sei es für WEB oder Print, damit es das Gewollte eindrucksvoll zeigt, reizt ihn hier besonders. Echtheit von Form, Struktur und Farbe müssen für den Betrachter wahrheitsgemäß eingefangen sein.

Txt: MaW+KOR 2016